Bezirksvorstand

Sitzung trotz Corona-Pandemie

Ungewohnt für alle Vorstandsmitglieder fand die Sitzung am 15. Mai 2020 erstmalig in Form einer Telefonkonferenz statt. Im Vorfeld wurde per Geschäftsordnungsantrag diese Möglichkeit gegeben. Die wichtigsten Themen waren natürlich die Berichte und Maßnahmen in den Betrieben zu Zeiten der Corona-Pandemie.

Die Bezirksleitung hat zeitnah reagiert und den Beratungsbedarf für Betriebsräte, Vertrauensleute, Ortsgruppen und Mitglieder durch entsprechende Büroansprechzeiten und Besetzungsplanung abgesichert.

Innerhalb von Stunden wichen die Präsenzberatungen der digitalen Kommunikation und der Information über soziale Netzwerke. Zügig wurden Musterbetriebsvereinbarungen zu Regelungen im Umgang mit der Corona-Pandemie den betrieblichen Mitbestimmungsgremien zur Verfügung gestellt und entsprechende telefonische Beratungen hierzu gegeben. Mitglieder erhielten ebenfalls per Telefon schnellen rechtlichen Beistand und gegebenenfalls auch juristische Unterstützung.

Einen großen Teil der Sitzung nahm die Berichterstattung der Bezirksvorstandsmitglieder über die derzeit schwierigen wirtschaftlichen Situationen und deren Auswirkungen auf die Beschäftigten ein.

Es gab auch branchenbedingte Unterschiede, wie das Beispiel des Hygienepapierherstellers Werrapapier Wernshausen zeigte, der eine hohe Auslastung durch gesteigerte Umsätze bei der Toilettenpapierherstellung hatte.

Jedoch viele Unternehmen sind von Kurzarbeit betroffen und die wirtschaftliche Situation verschlechtert sich mit Fortbestehen des Lock Downs. Auch die Schließung von Schulen und Kitas haben gerade Eltern im Beschäftigungsverhältnis vor neue Herausforderungen gestellt. Betriebliche Hygiene- und Pandemie-Maßnahmen führten zu veränderten Arbeitszeitmodellen und zusätzlichen Belastungen bei den Beschäftigten.

Die IG BCE hat schnell auf die jeweiligen Situationen mit entsprechenden tariflichen Regelungen, z.B. Aufstockung des Nettoentgeltes bei Kurzarbeit, Veränderung von Arbeitszeitmodellen oder auch der befristeten Zulassung von Zwölf-Stunden-Schichtsystemen reagiert.

Die Mitgliederentwicklung seit der Corona-Pandemie ist trotz dieser Maßnahmen stark rückläufig, obwohl gerade in Krisensituation der solidarische Zusammenhalt bisherigen Arbeitsplatzverlust verhindert hat.

Der Bezirksvorstand hat sich im Besonderen mit der Entwicklung der Mitgliederzugänge im Bereich der Auszubildenden und Beschäftigten auseinandergesetzt. Hierzu werden Vorschläge für entsprechende Angebote an diese Zielgruppe erarbeitet. Thema waren auch die Verzögerung der Ortsgruppen- und Vertrauensleutewahlen durch die Kontaktsperre, der man mit der Verlängerung des Wahlzeitraumes entgegenwirkt.

Mehrere Beschlüsse wurden zu den Neustrukturen einzelner Ortsgruppen gefasst, begründet vor allem mit der demografischen Entwicklung der Ortsgruppenvorstände.

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