Chemie-Tarifrunde 2015

Gute Gründe für einen gerechten Anteil am Gewinn

Ein deutlich gesunkener Öl-Preis, gute Exportchancen für deutsche Waren infolge des niedrigen Eurokurses, steigende Gewinne in der Chemie-Industrie und der deutsche Exportrekord im Jahr 2014 - das sind vier gute Gründe für einen gerechten Anteil der Beschäftigten am Gewinn.

02.03.2015

Der Öl-Preissturz
Der Preis für Rohöl hat sich seit letztem Sommer mehr als halbiert, ist derzeit auf dem tiefsten Stand seit 2009 gefallen. Davon profitieren die Verbraucher – und die Industrie. Der Preisrückgang wirkt wie ein kleines Konjunkturprogramm. Christoph Schmidt, Vorsitzender des Sachverständigenrats: "Die deutsche Wirtschaft wächst nun allein wegen des deutlich gesunkenen Ölpreises um bis zu 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte stärker."

Christian Ohde/Chromorange/picture alliance

Ölfass mit Dollarzeichen

Konjunktur-Spritze
Der Euro hat gegenüber dem Dollar stark verloren, der Kurs ist auf den niedrigsten Stand seit neun Jahren gefallen. Die Abwertung macht europäische Waren in Übersee billiger, das gilt gerade auch für die exportstarke Chemie-Branche. "Perspektivisch dürfte der gesunkene Außenwert des Euro die Konjunktur in Deutschland über steigende Bestellungen aus dem Ausland stützen", sagt Bayern-LB-Ökonom Stefan Kipar.

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Euro-Zeichen

Steigende Gewinne
Mehr als 80 Prozent der Chemie-Manager bewerten die Standortbedingungen in Deutschland derzeit als gut oder sehr gut. Das zeigt eine Umfrage, die die Beratungsfirma Camelot zusammen mit der Fachzeitschrift CHEManager durchgeführt hat. Rund 75 Prozent der befragten Führungskräfte rechnen 2015 mit steigenden Umsätzen und Gewinnen. 37 Prozent der Unternehmen wollen neue Beschäftigte einstellen.

Jochen Zick/picture alliance/Keystone

Chemiewerk

Export- Rekord
2014 hat die deutsche Wirtschaft einen neuen Exportrekord hingelegt, die Ausfuhr summierte sich auf 1,13 Billionen Euro, das waren 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen bedeutenden Anteil daran hat die chemische Industrie, rund 60 Prozent ihrer Umsätze erwirtschaftet die Branche im Ausland. Auch die Aussichten sind gut. So prognostizierte der Außenhandelsverband BGA für 2015 einen Anstieg der Exporte um 4 Prozent und Importwachstum um 3,5 Prozent.

Walter G. Allgöwer/Chromorange/picture alliance

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