Chemie-Tarifrunde/ IG BCE - Aufruf zur Kundgebung

Es reicht! Arbeitgeber brauchen deutliche Signale!

Die Chemie-Tarifverhandlungen blieben auch in der dritten Runde ohne konkretes Ergebnis. Die IG BCE wies ein Angebot der Arbeitgeber als „Provokation“ zurück. Die Gewerkschaft erhöht jetzt den Druck und ruft ihre Mitglieder zu Großdemonstrationen auf. Die Verhandlungen für die rund 550.000 Beschäftigten in 1.900 Betrieben werden  in Stuttgart fortgesetzt. Ein Arbeitskampf ist nicht länger ausgeschlossen.

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Nach den Vorstellungen der Arbeitgeber sollen die Entgelte nach zwei bis drei Leermonaten um 1,6 Prozent angehoben werden. Die Gesamtlaufzeit beträgt nach ihren Vorstellungen 15 Monate. Außerdem wollen die Arbeitgeber für das Jahr 2016 pro Beschäftigten 200 Euro zusätzlich in den betrieblichen Demografiefond einzahlen.

Die IG BCE fordert eine Anhebung der Entgelt um 4,8 Prozent. Außerdem soll der Tarifvertrag "Demografie und Lebensarbeitszeit" weiter entwickelt und der Demografiefond ausgebaut werden.

Peter Hausmann, Verhandlungsführer der IG BCE: „Das Angebot ist eine Provokation. Die Arbeitgeber haben den Kontakt zur Realität verloren. Dieses Angebot ist ein Dokument der Ignoranz und der Arroganz. Die Branche verdient gutes Geld, die Konjunktur läuft robust auf hohem Niveau. Von dieser Entwicklung wollen sie uns abkoppeln. 1,6 Prozent - das ist komplett neben der Spur. Das Gesamtvolumen passt hinten und vorne nicht. Zum Ausdruck kommt hier vor allem die Geringschätzung gegenüber den Beschäftigten. Es bleibt dabei: Wir wollen einen angemessenen und fairen Anteil; wir wollen das, was uns zusteht. In Sachen Demografie haben sich die Arbeitgeber leicht bewegt. Das ändert allerdings nichts daran, dass wir von einem Abschluss noch weit entfernt sind. In Stuttgart besteht die letzte Möglichkeit, in freien Verhandlungen doch noch zu einem Ergebnis zu kommen. Kommt es zu keinem Ergebnis, leiten wir das Schlichtungsverfahren ein. Auch ein Arbeitskampf ist dann nicht mehr ausgeschlossen.“ http://www.igbce.de/99920/xix-9-chemie-tarifrunde-arbeitgeberangebot-provokation

In den vergangenen zwei Wochen hat die IG BCE an über 300 Chemie-Standorten ihre Forderungen deutlich gemacht. 60.000 Beschäftigte beteiligten sich an den Aktionen. Nach der lokalen Welle erhöht die Gewerkschaft jetzt den Druck. Vor der entscheidenden Verhandlung Ende März zeigt die IG BCE Flagge: In Ludwigshafen, Köln, Burghausen, Hamburg, Frankfurt am Main 19. März,  finden Großdemonstrationen statt.

Jetzt sind die Beschäftigten am Zug, ihren Arbeitgebern deutlich die Meinung zu sagen und ihnen klar zu machen, dass sie hinter den Forderungen der Gewerkschaft stehen.

                                        Mitmachen lohnt sich!! Seit dabei!!

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