IG BCE aktuell 03-16

Die Einkommen in Deutschland steigen

2015 verdienten die Beschäftigten in Deutschland 2,4 Prozent mehr als im Jahr davor. Eine leicht überdurchschnittliche Erhöhung der Bruttolöhne und eine niedrige Inflation sorgen für ein echtes Einkommensplus.

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Euroscheine
05.04.2016
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Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durften sich 2015 über höhere Löhne freuen. Um 2,7 Prozent stieg der Bruttoverdienst im Vergleich zum Jahr davor. Das gab das Statistische Bundesamt bekannt. Dieser Anstieg ist – verglichen mit den letzten fünf Jahren – eine leicht überdurchschnittliche Steigerung. Die Inflation ist mit 0,3 Prozent niedrig. Zieht man sie von den nominalen Erhöhungen ab, kommt bei den Beschäftigten eine reale Lohnsteigerung von 2,4 Prozent an. Das ist das höchste Einkommensplus seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2008.

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Schaubild: Erfolgreiche IG-BCE-Tarifpolitik

Erhebliche Unterschiede gibt es zwischen den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Ost- und Westdeutschland. Während die Beschäftigten in den neuen Bundesländern 4 Prozent mehr Lohn bekamen, erhöhten sich die Nominallöhne in den alten Bundesländern nur um 2,5 Prozent. Welchen Einfluss die Einführung des Mindestlohns auf die Lohnentwicklung hat, geht aus den Daten des Statistischen Bundesamtes nicht hervor.

Tarifpolitik lohnt sich

Gewerkschaftliches Engagement ist der Schlüssel zu höheren Löhnen. Die IG BCE verhandelt beharrlich um regelmäßige Entgeltsteigerungen. Eine Politik, die sich auszahlt. So konnten sich beispielsweise die Beschäftigen in der chemischen Industrie in den letzten zehn Jahren über ein Plus von rund 30 Prozent freuen. Neben den Prozenten geht es in den Tarifverhandlungen auch um bessere Arbeitsbedingungen, mehr Ausbildungsmöglichkeiten oder flexible Übergänge in den Ruhestand.

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