• 11.05.2016
  • Medieninformation XX/14
Tarifrunde Kautschukindustrie

Provokantes Angebot zum Auftakt

Die Tarifverhandlungen für die 40.000 Beschäftigten in der Kautschukindustrie sind am Mittwoch (11. Mai) in Hannover vertagt worden. Die IG BCE wies ein Angebot der Arbeitgeber als „Provokation“ zurück. Die Verhandlungen werden am 31. Mai in Frankfurt am Main fortgesetzt.

Frank Rogner

kompakt Titel Dezember 2013

Bereits in der ersten Verhandlungsrunde legten die Arbeitgeber ein Angebot auf den Tisch. Danach sollen die Entgelte zum 1. Juni 2016 um 1 Prozent angehoben werden. Ab 1. Juni 2017 soll eine weitere Steigerung der Entgelte um 1,2 Prozent erfolgen, zum 1. Juni 2018 käme eine weitere Erhöhung um 0,6 Prozent. Die Gesamtlaufzeit beträgt nach Arbeitgebervorstellungen 30 Monate.

„Das Angebot ist eine Provokation“, sagt Marc Welters, Verhandlungsführer der IG BCE. „Die Branche verdient gutes Geld, die Konjunktur läuft robust auf hohem Niveau. Hohe Auslastung und volle Auftragsbücher belegen das. Und: Zinsen auf historischem Tiefstand und niedrige Ölpreise verschaffen der Wirtschaft Rückenwind – davon profitiert auch die Kautschukindustrie. Das muss sich auch in einem ordentlichen Plus für die Beschäftigten widerspiegeln.“

Die IG BCE fordert eine Erhöhung der Entgelte um 5 Prozent. Außerdem sollen die Ausbildungsvergütungen um 60 Euro steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.

Die IG BCE wird im Vorfeld der zweiten Verhandlungsrunde mit bundesweiten Aktionen Druck auf die Arbeitgeber machen. „Wir werden in den Betrieben und vor den Werkstoren jetzt zeigen, was wir von diesem Angebot halten", sagt Marc Welters.

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