Schwierige Tarifrunde bei Forbo Erfurt

Tarifverhandlungen drohen zu scheitern

Die vierte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten von Forbo Erfurt wird am
28. Mai 2014 fortgesetzt. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
(IG BCE) erwartet ein Entgegenkommen des Arbeitgebers.

© IG BCE - Bezirk Thüringen

Sie fordert einen Anschlusstarifvertrag an die Fläche Chemie Ost mit einer
Einkommenserhöhung von mindestens 4,4 % rückwirkend. Der Arbeitgeber
lehnt dies ab. Seine Vorstellungen: Stark verschlechternder Haustarifvertrag,
unterschiedliche Behandlung der Beschäftigten und eine Einkommenserhöhung, die noch nicht einmal die Inflationsrate ausgleicht, ist mit der IG BCE nicht zu machen.

Dazu Astrid Rasner, regionale Verhandlungsführerin der IG BCE Hessen-Thüringen: „Dem Unternehmen geht es gut. Es hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Für die Belegschaft ist es nicht nachvollziehbar, warum ihr Arbeitgeber ihnen etwas wegnehmen will, anstatt für ihren hohen Einsatz etwas draufzusatteln. Jetzt ist es an der Zeit, dass unsere Mitglieder auch ihren gerechten Anteil daran erhalten.“


Im Einzelnen fordert die IG BCE:

  • Anschlusstarifvertrag an die Fläche Chemie Ost
  • Erhöhung der Entgelte und Auszubildendenvergütungen von mindenstens 4 % rückwirkend zum 01.01.2013
  • Anpassung des Tarifvertrages Demografie sowie der Jahresleistung an die Fläche

„Wenn sich am 28. Mai nichts bewegt, droht das Scheitern der Verhandlungen.

Mit einer Protestaktion in der Mittagspause ab 11:45 Uhr will die
Belegschaft ihren Arbeitgeber zum Einlenken bewegen“, so Astrid Rasner.

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